Der Pferde-Zirkel
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Schwer Klasse ... Kaltblutkörung in Krumke   Fotos ... Tierfotografie Fabisch

 

Die Pferdezuchtverbände Brandenburg-Anhalt, Sachsen-Thüringen, Verband der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern und das Stammbuch für Kaltblutpferde Niedersachsen hatten zur gemeinsamen Körung eingeladen. 22 Hengste der Rassen Rheinisch-Deutsch, Schwarzwälder Fuchs und erstmalig Finnpferd waren im Katalog verzeichnet.


Insgesamt stellten sich 20 Hengste der Körkommission. Von den 15 vorgestellten Rheinisch-Deutschen Hengsten wurden neun gekört. Ein imposanter Fuchshengst von Higgins aus der StPrSt Hera von Hurrican wurde zum Siegerhengst gekürt. Gezogen von der ZG Meyer zu Hücker (Detmold) und im Besitz von Friedrich Burgath (Gavelsberg) trabte sich der Hengst in die Herzen der Zuschauer. Auch im Schritt zeigte er sich gelassen mit Takt und Raumgriff. Nach dem Siegerhengst in 2018 stellte Bernd Drephal (Malchow) in diesem Jahr den Reservesieger, einen Braunschimmel von Louis aus der StPrSt Heidi von Helios. Der Hengst zeigte sich mit ausgeprägtem Rassetyp und überzeugte in allen drei Grundgangarten.

 

 

      

 


Vom Stammbuch für Kaltblutpferde Niedersachsen wurden sechs Hengste vorgestellt, drei Rheinisch-Deutsche Hengste, zwei Schwarzwälder Füchse sowie ein Finnpferd.


Neben dem Körsieger wurde noch ein Rheinisch-Deutscher Hengst von Rick van Belle aus der Mia von Elton von Söhre gekört (Züchter und Aussteller Familie zum Berge aus Bad Fallingbostel). Der großrahmige und langbeinige Hengst zeigte sich mit trockenem Fundament und ergiebiger Trabbewegung. Des Weiteren wurde der Hengst der Rasse Finnpferd, abstammend von Veeran Taaveri aus der Montsaana von Nysteri und im Besitz von Lwb. Rosalinde Freund (Oberorke) gekört. Dieser eher im Reitpferdetyp stehende leichte Hengst mit trockener Textur stellte sich mit einem taktsicheren Schritt vor.

 

Quelle ... Stammbuch der Kaltblutpferde Niedersachsen e.V.


Fotos ... Tierfotografie Fabisch

 

 

 

       

 

 


 

Leistungsprüfung der Kaltblüter 2019 ... Premiere im Landgestüt Celle   Fotos ... Schwöbel Pferdefotografie


 

Den Richtern Karla Ebert (Lemgo), Eduard Laukotka (Handeloh) und Fremdfahrer Klaus-Dieter Gärtner (Hansen), stellten sich vier Hengste und vier Stuten zur Beurteilung vor.


In drei Prüfungsteilen, dem dressurmäßigen Fahren vor einem Wagen, dem Ziehen eines 7m langen Baumstammes und vor dem Zugschlitten, mussten die Prüflinge ihre Arbeitstauglichkeit unter Beweis stellen. Die ersten beiden Teile fanden auf dem Paradeplatz statt, während der Zugschlitten um die Aschenbahn gezogen werden musste.


Platz eins bei den Hengsten mit einer Endnote von 8,16 erreichte der ausdruckstarke Erdinger Gold Sohn Edwin II aus der Zucht der ZG Biegel in Harsewinkel. Sorgfältig hatte Gestütsoberwärter Jan Bogun den dreijährigen Landbeschäler des niedersächsischen Landgestüts Celle vorbereitet. Klaus Gärtner als Fremdfahrer zeigte sich sehr angetan und vergab für die Fahranlage eine 8,5.
Mit der identischen Wertnote von 7,23 platzierten sich der süddeutsche Kaltblüter Valegro v. Veron (B: Familie Oltmanns, Moormerland) und der Schwarzwälder Fuchs Mentor v. Moreno (B. Ralf und Jonas Bartels, Katensen) auf Rang 2.

 

 

          

 


Doch auch in diesem Jahr hieß es „Ladies first“, denn die ersten drei Stuten erhielten alle eine Endnote über 8,0! - Kerstin Berner (Hohenaverbergen) hatte die 8-jährige Roosje van Ravensteyn v. Circle W Maxamillion für Familie zum Berge vorbereitet und sie sehr souverän vorgestellt. Die imposante belgische Kaltblutstute und ihre Ausbilderin wurden für ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit mit einer 8,4 belohnt und Fremdfahrer Gärtner unterstrich die gute Fahreigenschaft noch mit einer weiteren 8,5.

 

Rubina v. Don Olewo, die Nummer zwei musste sich mit einer 8,38 nur knapp geschlagen geben. In allen Prüfungsteilen zeigte diese Schwarzwälder Fuchsstute von Stefan Dingel (Winsen) ausgebildet und vorgestellt, die gleichmäßigste Leistung in allen drei Prüfungsteilen. 

 

Wie die Mutter so die Tochter, könnte man den dritten Platz überschreiben. Die dreijährige Rosalie v. Exakt aus der oben beschriebenen Roosje erreichte eine 8,1 als Endnote und erhielt die höchste Interieurnote des Tages (8.93). Jan zum Berge (Bad Fallingbostel) stellte diese Stute aus der Zucht der Familie zum Berge vor.


Bei der Ergebnisbesprechung hieß es „Jugend vor“ und so konnte Kilian zum Berge stolz den Pokal für die beste Stute entgegennehmen. Den Pokal für den besten Hengst nahm Jan Bogun für das Landgestüt Celle entgegen. -
Richter Laukotka zeigte sich erfreut darüber, die Pferde bestens ausgerüstet zu sehen. Er empfahl aber einigen, doch für die Arbeit am Zugschlitten und vor der Langholzstange am Geschirr sogenannte Strangträger zu verwenden, um ein Übertreten über die Stränge zu verhindern. Karla Ebert lobte noch einmal die hervorragende Vorbereitung der Prüfung durch die Mitarbeiter des Landgestüts. Gerade die Arbeit mit dem Zugschlitten sei auf der Aschenbahn aufgrund der Nähe deutlich besser zu beurteilen. Und so ist festzustellen, dass die Premiere im Landgestüt selbst als gelungen bezeichnet werden konnte.

 

 

Quelle ... Stammbuch der Kaltblutpferde Niedersachsen e.V. / Text Marianne Schwöbel

 

Fotos ... Marianne Schwöbel, Pferdefotografie