Der Pferde-Zirkel
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Herbstzeit ist Hengstparadezeit

 

 

 

Drei Mal lud das niedersächsische Landgestüt Celle in diesem Jahr zur Hengstparade und zahlreiche Zuschauer folgten, denn Herbstzeit ist Hengstparadezeit! - Neben zwei Paraden bei herrlichem Wetter, erlebte man zum Abschluss den speziellen Charme einer Regenparade. Da strahlten die Gesichter, als zur großen Quadrille kurz die Sonne vorbeischaute.


Züchter mögen es bedauern, aber mit der Darstellung der Vielfalt der Pferdezucht hat sich das Team um Landstallmeister Dr. Axel Brockmann, wie viele andere Landgestüte seit Jahren, auf die Interessen des Publikums zubewegt. Die Hengstparade ist zu einem Pferdefest geworden, soll Menschen für das Pferd begeistern - heute wichtiger denn je! Neben den Celler Landbeschälern in Dressur -, Spring - und Fahrschaubildern, gab es Classicponys, die Reitponyquadrille unter Leitung von Annette Prieß und Quarterhorses der Circle L Ranch zu bewundern.

 

 

 

Vor der Pause wurde es orientalisch mit den Vollblutaraberstuten des Gestüts Ismer, Ströhen, die mit wehenden Mähnen frei über den Paradeplatz galoppierten, ja geradezu flogen und die Zuschauer verzauberten. Etwas gemütlicher geflogen ist in diesem Jahr Sattelmeister Eirik Erlingsen, der die beiden Rheinisch-deutschen Kaltblüter Achenbach und Hilarius in der ungarischen Post vorstellte. Ein Highlight für die Züchter war die Vorstellung des Hannoveraner Champions Dohnanyi v. De Niro. Geritten von Janina Tietze unterstrich er noch einmal seine Qualität und beeindruckte mit einem, für einen Dreijährigen, Topinterieur.

 

 

 

 


Die Kinderkutschen des mecklenburgischen Kutschenmuseums Kubrow wurden von den Kindern der Gestütsmitarbeiter mit Leben gefüllt. Fein herausgeputzt eroberten die Kleinen die Herzen der Zuschauer im Sturm. Für viele ist die große Quadrille des Landgestüts mit ihren funkelnden Messing beschlagenen Geschirren und den Reitern in rot mit schwarzem Zweispitz der Höhepunkt einer jeden Parade.

 

 

                         

 

 

Die Tribünen zum Beben brachte jedoch in diesem Jahr ein anderer: Claus Luber, der zuvor sein fahrerisches Können mit einem Zehnspänner bewies. Mit der Vorstellung seiner Haflingerquadriga riss er die Zuschauer buchstäblich von den Sitzen und sorgte für „Standing Ovations“. Da wurden Geschwindigkeitsrekorde auf der Aschenbahn gebrochen! Mit einem Vorgeben der Hand schossen seine Haflingerhengste davon, um mit dem Annehmen der Leinen aus jedem Tempo heraus zuverlässig durch zu parieren.


Hart wurde es für die Römerwagen am letzten Paradetag, als der Regen die Aschenbahn aufgeweicht hatte. Zum Ende der Veranstaltung strahlte Luber völlig schlammverkrustet in die Menge und lobte seine Pferde, die völlig entspannt hinter ihm standen. - Dieses Showteam vom Haflingerhof Luber war eine absolute Bereicherung der Celler Hengstparade, Werbung für den Fahrsport, den Haflinger und einen vertrauensvollen Umgang mit dem Partner Pferd.
    


    Text/Fotos: Marianne Schwöbel - www.schwoebel-pferdefotografie.de