Der Pferde-Zirkel
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Back to the roots ...

Landgestütshengste begeistern in der Niedersachsenhalle


Zurück zu den Wurzeln der Landgestütshengstschau in Verden hieß es am 4. März. 2018

in der stilvoll geschmückten Niedersachsenhalle. Schon ab 11 Uhr konnten Züchter auf

der Stallgasse ihren Lieblingshengst besuchen oder sich mit den Gestütsbeamten austauschen.

 

Spring- und Dressurhengste wechselten sich in einem dreistündigen Programm ab. Begleitet und kommentiert wurden die Springer, wie schon so oft, von Pico Hannöver. Mit seinen vier Vorzeigehengsten,den Schimmeln Grey Top (v. Graf Top) und Diacontinus ( v. Diarado), sowie

dem Light On Sohn Light my Fire und Qualito (v. Quaid I) offerierte Heiko Tietze Springgenetik

vom Feinsten. Grey Top begeistert durch seine Nachzucht, so dass er in preußischen Zeiten den

Titel „Hauptbeschäler“ hätte führen dürfen, ließ Landstallmeister Dr. Axel Brockmann das

interessierte Fachpublikum wissen.

 

Doch auch etliche vielversprechende Youngster haben Einzug in das Landgestüt gehalten. Unter ihnen Cabo Verde v. Christian, der bei Joachim Schwarze in Geldorf gezogen und von Alexander Uekermann dem Alter entsprechend vorgestellt wurde.

 

Ein feines Händchen für die jüngsten Hengste mit Dressurabstammung hat Saskia Sophia Kunz. Besonders der elegante Amperesohn Ampero hat es ihr angetan, dazu kamen noch Nechristo

(v. Negro) und D`Olympus (v. Don Olymbrio). Dass Viscount ein vielseitiger Vererber ist,

unterstrich Catja Thomsen mit dem vierjährigen Fuchshengst Vidar.

 

Für die nächste Turniersaison bereitet sich Wolfhard Witte mit seinen Hengsten Quaterhall

(v. Quaterback), Livaldon (v. Vivaldi) und Emilio Sanchez (v. Estobar NRW) vor. Letzterer kann

seinen rittigen Vater nicht verleugnen, man sollte ein Augenmerk auf diesen sympathischen

Hengst haben. Um die Turniervorstellung weiterer Hengste möglich zu machen, wird Janina Tietze

ihre Berittpferde Buckingham (v. Bordeaux), Rock Springs (v. Rock Forever I), Birmingham

(v. Bretton Woods) und Dohnanyi (v. De Niro) mit auf Station nach Ankum nehmen.

 

Züchterisch stark frequentiert ist Edward (v. Embassy I), so dass seine Turnierkarriere etwas in

den Hintergrund rückte. Die herausragende Dressurqualität dieses imposanten Fuchses

demonstrierte Birte Senftleben sehr eindrucksvoll.

 

Und bei all diesen Dressurhengsten stand einer am Rand, gab im Vorbeireiten noch leise Tipps

und ist jetzt bei den Dressurreitern für deren Ausbildung zuständig: Hans Jürgen Armbrust immer motivierend, immer positiv unterstützend. Und nicht nur dass, mit dem eleganten Sarotti Mokka

Sahne ( v. Soliman de Hus) steht sein Hengst den Züchtern auch über das Landgestüt zur

Verfügung. Vorgestellt wurde dieser hoch veranlagte Braune von Tessa Frank, die es sich nicht nehmen ließ, trotz Krankheit, ihren Schützling selbst vorzustellen.

 

Immer wieder begeistert Gestüt Hörems Trakehner Schwarzgold (v. Imperio) als Veredleroffensive

vom Feinsten. Vorgestellt wurde der bildschöne Rappe einmal mehr von Sascha Böhnke. Schon

seit längerem betreibt das niedersächsische Landgestüt Celle eine Kooperation mit dem

Landgestüt in Warendorf. Unter anderem hatte man von dort den exquisiten Springer Contendrix

(v. Contendro I) mit Clarissa Crotta und den bis in die schwere Klasse ausgebildeten First Selection

(v. First Final) mit Hauptbereiter Martin Stamkötter entsandt.

 

Kaum ein Durchkommen mehr gab es anschließend auf den Stallgassen, als die

Pferdezuchtvereine und das Landgestüt zu einem Umtrunk einluden. In gemütlicher Atmosphäre

nützte man noch länger die Zeit, um zu fachsimpeln und sich über das Gesehene auszutauschen.

 

 

Text/Bilder: Marianne Schwöbel

 

 

 

 

 

    

 

 



 

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Celles älteste Deckstelle zieht um

 

Über 204 Jahre lässt sich die Geschichte der Deckstation Landesbergen zurückverfolgen. Nun stand zum 4.Mal ein Umzug an. Pünktlich zu Beginn der Decksaison ist die neue Station in Landesbergen

OT Hahnenberg Nr 7 fertig geworden.

 

Nach dem Verkauf der alten Hofstelle musste man sich umorientieren und rührig, wie die Landesberger Züchter sind, waren sie erfolgreich bemüht Ersatz zu finden.

 

Am 1. November besichtigte Landstallmeister Dr. Axel Brockmann mit Deckstellenleiter Heinrich Schumacher den Hof von Claus Höltje. Einiges galt es umzugestalten, doch in ganz viel Eigenregie

entstanden zwei große luftige Hengstboxen, ein Besamungsstand und auch ein gemütlicher Aufenthaltsraum. Da Höltje selbst Züchter ist, sind Boxen für Stuten noch vorhanden und auch für die Hengste gibt es einen schönen Auslauf für freie Bewegungszeiten.

 

Am 5. März bezogen dann der immer noch frische, aber bereits 27-jährige Perpignon und sein Stallnachbar, der Rheinisch- Deutsche Kaltbluthengst Harry ihre Boxen. Vorsitzender Hinnerk Meyer und zahlreiche Züchter waren erschienen, um die alte Station im neuen Gebäude zu eröffnen und Heinrich Schumacher und seine Hengste willkommen zu heißen.

 

Gelebte Traditionen so könnte man den anschließenden gemütlichen Klönsnack beschreiben.

 

Marianne Schwöbel

  

 

 

 

 

 

  


 

 

 

Herbstzeit ist Hengstparadezeit

 

 

 

Drei Mal lud das niedersächsische Landgestüt Celle in diesem Jahr zur Hengstparade und zahlreiche Zuschauer folgten, denn Herbstzeit ist Hengstparadezeit! - Neben zwei Paraden bei herrlichem Wetter, erlebte man zum Abschluss den speziellen Charme einer Regenparade. Da strahlten die Gesichter, als zur großen Quadrille kurz die Sonne vorbeischaute.


Züchter mögen es bedauern, aber mit der Darstellung der Vielfalt der Pferdezucht hat sich das Team um Landstallmeister Dr. Axel Brockmann, wie viele andere Landgestüte seit Jahren, auf die Interessen des Publikums zubewegt. Die Hengstparade ist zu einem Pferdefest geworden, soll Menschen für das Pferd begeistern - heute wichtiger denn je! Neben den Celler Landbeschälern in Dressur -, Spring - und Fahrschaubildern, gab es Classicponys, die Reitponyquadrille unter Leitung von Annette Prieß und Quarterhorses der Circle L Ranch zu bewundern.

 

 

 

Vor der Pause wurde es orientalisch mit den Vollblutaraberstuten des Gestüts Ismer, Ströhen, die mit wehenden Mähnen frei über den Paradeplatz galoppierten, ja geradezu flogen und die Zuschauer verzauberten. Etwas gemütlicher geflogen ist in diesem Jahr Sattelmeister Eirik Erlingsen, der die beiden Rheinisch-deutschen Kaltblüter Achenbach und Hilarius in der ungarischen Post vorstellte. Ein Highlight für die Züchter war die Vorstellung des Hannoveraner Champions Dohnanyi v. De Niro. Geritten von Janina Tietze unterstrich er noch einmal seine Qualität und beeindruckte mit einem, für einen Dreijährigen, Topinterieur.

 

 

 

 


Die Kinderkutschen des mecklenburgischen Kutschenmuseums Kubrow wurden von den Kindern der Gestütsmitarbeiter mit Leben gefüllt. Fein herausgeputzt eroberten die Kleinen die Herzen der Zuschauer im Sturm. Für viele ist die große Quadrille des Landgestüts mit ihren funkelnden Messing beschlagenen Geschirren und den Reitern in rot mit schwarzem Zweispitz der Höhepunkt einer jeden Parade.

 

 

                         

 

 

Die Tribünen zum Beben brachte jedoch in diesem Jahr ein anderer: Claus Luber, der zuvor sein fahrerisches Können mit einem Zehnspänner bewies. Mit der Vorstellung seiner Haflingerquadriga riss er die Zuschauer buchstäblich von den Sitzen und sorgte für „Standing Ovations“. Da wurden Geschwindigkeitsrekorde auf der Aschenbahn gebrochen! Mit einem Vorgeben der Hand schossen seine Haflingerhengste davon, um mit dem Annehmen der Leinen aus jedem Tempo heraus zuverlässig durch zu parieren.


Hart wurde es für die Römerwagen am letzten Paradetag, als der Regen die Aschenbahn aufgeweicht hatte. Zum Ende der Veranstaltung strahlte Luber völlig schlammverkrustet in die Menge und lobte seine Pferde, die völlig entspannt hinter ihm standen. - Dieses Showteam vom Haflingerhof Luber war eine absolute Bereicherung der Celler Hengstparade, Werbung für den Fahrsport, den Haflinger und einen vertrauensvollen Umgang mit dem Partner Pferd.
    


    Text/Fotos: Marianne Schwöbel - www.schwoebel-pferdefotografie.de