Der Pferde-Zirkel
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MAGNESIUM - ENTSPANNT und VITAL durch den Winter

 

Stute & Fohlen bitte nicht vergessen !!

 

 

Der Organismus des Pferdes ist nicht auf Leistung sondern auf den Erhalt der Vitalität eines Fluchttieres ausgerichtet.


Dies bedeutet die Bereitstellung von sofort verfügbarer Energie, welche Höchstleistung für kurze Zeit gewährt.


Mineralstoffe ... Unterteilt werden Mineralstoffe in Mengen- und Spurenelemente. Der Unterschied besteht darin, in welcher Menge die Mineralstoffe im Körper vorkommen und entsprechend über die Nahrung aufgenommen werden. Man kann die Mengenelemente als „die großen Brüder“ der Spurenelemente bezeichnen. Ihr Bedarf liegt wesentlich höher als de
g gehören Kalzium (Ca), Magnesium (Mg), Phosphor (P), Natrium (Na) und Kalium (K).

 

Die Konzentration der Spurenelemente je kg LM ist gegenüber der von Mengenelemten wesentlich geringer. Spurenelemente sind deswegen jedoch nicht von geringerer Bedeutung für den Organismus. In der Pferdeernährung spielen hauptsächlich folgende Spurenelemente eine wichtige Rolle:  Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Zink (Zn), Mangan (Mn), Kobalt (Co), Selen (Se) und Jod (J).

 

 

 

Große Mengen dieser Elemente sind im Skelett gespeichert. Zusätzlich aktivieren diese Mineralstoffe Enzyme im Stoffwechsel und erfüllen somit wichtige physiologische Funktionen. Die Mengenelemente Magnesium und Calcium bewirken vor allem die Erregbarkeit der Nerven sowie die Anspannung und Entspannung der Muskeln. Desweiteren sind sie für

den Knochenstoffwechsel von großer Bedeutung.

Beim Mengenelement Magnesium geht man im Allgemeinen von einem täglichen Bedarf von 13 Gramm bei einem 600 Kilo schweren Warmblutpferd mit geringer Belastung aus. Damit steht der Bedarf an Magnesium mengenmäßig direkt nach dem Bedarf des Mengenelements Calcium.


Als Antagonist (Gegenspieler) zum Calcium, welches für die Kontraktionsfähigkeit der Muskeln zuständig ist, wirkt Magnesium hemmend auf die Muskelkontraktion, d.h. der

Muskel kann sich nur mit Hilfe von Magnesium entspannen.  


Ein Mangel an Magnesium führt u.a. zu Verspannung,

Nervosität, Schreckhaftigkeit. - Jede Trainingsstunde wird

zum K(r)ampf und führt zu Unwilligkeit und Frust auf Seiten

von Pferd und Reiter. Verdauungsprobleme, Kolikanfälligkeit,

Mattigkeit, angelaufene Beine und starkes Nachschwitzen sind weitere Hinweise auf einen Mangel an dem wichtigen Mineralstoff:

 

 

Magnesium

 

 

Bei Stress wird´s eng!


In bestimmten Fällen kann der Bedarf des Pferdes an Magnesium steigen. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn Pferde stark belastet werden. Über den Schweiß gehen zum Teil sehr hohe Mengen an Magnesium verloren. Ebenso ist der Magnesiumbedarf erhöht, wenn Pferde physischem oder psychischem Stress ausgeliefert sind (z.B. Transporte, Stallwechsel).  In diesem Fall werden Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet und es kommt zur Lipolyse (Fettabbau). Da Magnesium irreversibel an Fettsäuren gebunden wird, steht es dem Organismus häufig nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung.


So haben viele Erkrankungen aus dem Koronarbereich ihre Ursache in einem Magnesiummangel. Dazu gehören Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelverspannungen, die auf Dauer das Herz des Pferdes schädigen, jedoch oft unerkannt bleiben. Aus diesem Grunde wird Magnesium auch als Herz-Kreislauf-Therapeutikum eingesetzt. Bei dämpfigen Pferden sollte man eine Magnesium-Therapie nicht unversucht lassen. Zum   einen stärkt Magnesium das Herz und dessen Stoffwechsel (die myokardiale Sauerstoffversorgung wird verbessert) und zum anderen kann Magnesium die Verkrampfung bei der Atmung des dämpfigen Pferdes helfen zu lösen oder zumindest erleichtern.


Ebenso spielt Magnesium eine wichtige Rolle bei der Hautdurchblutung. Viele Ekzemer leiden neben Zink- ebenso unter Magnesiummangel. Wobei auch hier der Stress, der für das Pferd durch das Ekzem entsteht, eine große Rolle spielen kann. Bei erhöhtem Bedarf (z.B. Turniersport, Zuchtstuten, Hengstleistungsprüfung, etc.) ist eine gezielte Magnesiumzufütterung sinnvoll, um die Mineralstoffdepots zu füllen.
Dabei spielt die chemische Verbindung in der das Magnesium angeboten wird, eine entscheidende Rolle bei der Aufnahme des Magnesiums ins Blut und zur Stoffwechselverwertung. Magnesiumoxid ist die am wenigsten nutzbringende Verbindung. Sehr gut sind dagegen Magnesiumfumarat, Magnesiumcitrat, Magnesiumaspartat und andere organische Verbindungen.



Magnesiummangel durch Blutbild feststellbar?


Da Magnesium zellgebunden ist, läßt sich eine Versorgung nur durch ein Blutbild auf zellulärer Ebene feststellen. Es kann durchaus sein, dass das Pferd in den Zellen einen Magnesiummangel hat, in der Blutflüssigkeit aber noch normale Werte aufzeigt.


Magnesium wird zu 60 % im Knochen als Depot vorgehalten. Der Organismus bedient sich nur bei Mangelversorgung aus dem Depot und erhöht gleichermaßen die Werte von Phosphor und Transferrin im Blutbild. Ein alleinig erhöhter Magnesiumspiegel im Blutserum deutet häufig auf einen fütterungsbedingten Wert hin und schließt eine Unterversorgung nicht aus. Meist wurden hier Kraftfutterrationen bis zu zwei Stunden vor der Blutentnahme gegeben.


Die Resorption über den Darm spiegelt sich im Verlauf des Tages mit unterschiedlichen Werten im Blutbild wieder und beeinflusst damit die Bewertbarkeit. Fazit: Laboruntersuchungen erlauben oft keinen sicheren Ausschluß einer Unterversorgung. (Da ein Überschuss an Magnesium über die Nieren abgebaut wird, werden im Humanbereich zeitweise unmittelbar nach der Verabreichung von Magnesium die Harnwerte auf erhöhte Ausscheidung  untersucht, um so einen symptombezogenen Mangelverdacht zu bestätigen oder auszuschließen).

 

 

 

Fohlen & Mutterstute nicht vergessen!

In dem ersten Lebensjahr erreicht ein Fohlen bis zu 90% seiner endgültigen Größe und etwa 65% seines Endgewichtes. Diese Zahlen machen deutlich, wie hoch die Anforderungen an die Fohlenfütterung im ersten Lebensjahr aufgrund des hohen Wachstumspotentials sind. Zudem können Fütterungsfehler, die im ersten Lebensjahr gemacht werden, später oft nicht mehr korrigiert werden und belasten das Pferd ein Leben lang. Die Stutenmilch kann schon nach kürzerer Säugezeit (4-6 Wochen) den hohen Nährstoffbedarf des Fohlens nicht mehr zu 100% decken.

 

Trotz zusätzlichen Weidegangs bekommt das junge Fohlen nicht das, was es für einen optimalen Start ins Leben benötigt. Besonders dramatisch wird die Situation in der Mineralstoffversorgung, wenn die Stute und das Fohlen nicht bedarfsorientiert zugefüttert werden. Spätere Schwächen oder Erkrankungen im Skelettaufbau sind nicht auszuschließen. Die Stute „zieht ihr letztes Hemd aus“ um den Mineralstoffgehalt der Milch nicht absinken zu lassen.

 

 

Deshalb sind die Zufütterung der Mutterstute mit einem gut mineralisierten Ergänzungsfutter und ein Zusatzfutter für das Fohlen unverzichtbar.