Der Pferde-Zirkel
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Stall M ... Zu Besuch bei Tanja und Andreas Quaas in Oberndorf

 

 

„Es ist alles ganz entspannt“. Andreas Quaas lächelt, als er so auf die Frage reagiert, welche der vielen Geschichten, die seit Monaten die Runde machen,

denn nun stimmen würde. - Nein, er hat die Ausbildung junger Pferde nicht

komplett an den Nagel gehängt - nur verringert.

 

Nachdem er 15 Jahre lang tagtäglich ein Dutzend Berittpferde in Ausbildung hatte und

dann bis spätabends noch die eigenen Pferde unter den Sattel kamen, wurde es einfach

Zeit etwas zu verändern.


Mittlerweile kümmert er sich hauptsächlich um seine eigenen Pferde, von denen sechs

z. Zt. unter dem Sattel sind, dazu kommen 2-4 Berittpferde.  „Mein Hengst freut sich auch, dass ich mal mehr Zeit für ihn habe, der arbeitet nämlich sehr gern“. Der Hengst, das ist

der Privatbeschäler Wakantanka M von Wolkenstein II – Matcho AA – Pik König, der J

üngste der im Hengstverteilungsplan nur noch spärlich zu findenden Vertreter der W-Linie.

 

Das diese für die hannoversche Zucht so bedeutende Linie am Aussterben ist, da sind sich Tanja und Andreas Quaas sicher. Hengste gibt es kaum noch und auch die Stuten werden immer weniger.  

Wakantanka M, seinerzeit einziger Prämienhengst seiner Körung unter dem Reiter,

steht den Züchtern nach wie vor im Natursprung zur Verfügung. „Er befruchtet unwahrscheinlich gut und macht schicke, moderne Typen. Wir bekommen eigentlich

immer positives Feedback. Die Fohlen wissen zu gefallen und unter dem Sattel sind

es echte Partner.“ In der vergangenen Saison erreichten wieder einige Nachkommen auf den Turnieren Siege und Platzierungen in Youngsterprüfungen.

 

Die vom Vater mitgegebene Doppelveranlagung zeigt sich dort deutlich, da der Nachwuchs nicht nur im Dressurviereck Schleifen gesammelt hat, sondern besonders in  Eignungsprüfungen und sogar im Parcours zu überzeugen weiß. Aber auch reine

Freizeitreiter wissen diese angenehm sensiblen Pferde sehr zu schätzen.

 

Und auch im Stall M schauen zwei schicke dunkelbraune  Zweijährige aus dem Fenster,

die sich Tanja und Andreas bereits als Fohlen gesichert hatten. Die Wakantanka M Tochter  wurde aus einer St.Pr.St. von Florencio I – World Cup III gezogen, der Hengstanwärter

stammt aus der Vollschwester zum Meisterschaftspferd Condio B der Westfälischen Kaderreiterin Clare-Louise Averkorn (Contendro I – Willem´s Ass – Weltmeyer).

 

 

 

Und auch sonst sieht das Team vom Stall M der kommenden Saison gespannt entgegen. Die nun vierjährige St.Pr.A. Senza Parole , aus der Zucht von Johann Quast aus Hamburg, v. Scolari a. d. St.Pr.St. Danniebelle v. Don Cavallo, Siegerstute Dressur der Herwart v. d. Decken Schau 2007, steht vor Ihrer ersten Turniersaison.

 

Bereits im letzten Jahr machte sie auf sich aufmerksam,

als sie zur überragenden Siegerstute der Schau in Großenwörden gekürt wurde. Seinem ersten Turnierstart blickt auch der typvolle Rappe St. Pauli M entgegen, ein richtiger Strahlemann. „Ich glaube das wird ein echter Kracher“ freut sich Andreas, „der macht richtig Spaß“.

2014 will er auch mit Wakantanka M wieder ins Dressurviereck, konnte doch endlich mal Zeit ins Trainingn
investiert werden. Im letzten Jahr waren Pferd und Reiter nur ganz sporadisch auf Turnieren zu sehen und zwar in Stilspringprüfungen.

 

„Wegen des schlechten Wetters hatten wir in Bülkau alle Prüfungen streichen lassen und ganz spontan habe ich mich entschlossen mit dem Hengst das Stilspringen zu reiten. - Also bin ich im Dressursattel in den Parcours, obwohl er mit Sicherheit mindestens vier - fünf Jahre keinen Parcours mehr gesehen hat und auch zu Hause so gut wie nie gesprungen ist.

 

 

 

Aber auf ihn ist Verlass, war ´ne glatte Nullrunde und im Geld.“ Insofern verwundert es nicht, dass dieser Abstecher in den Springparcours bei so viel Spaß kein Einzelfall geblieben ist und bestimmt auch nicht bleiben wird.

 

Denn Eins ist sicher – die Freude an und mit den Pferden ist und bleibt das Wichtigste!

 

 

Sie erreichen Andreas Quaas unter Telefon 0 172 / 88 76 101   -   www.hannoveraner-stallm.de

 

 

Fotos Philipp von Thaden