Der Pferde-Zirkel
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„Tierarzt oder Tierheilpraktiker“    ...    Gemeinsam Synergien nutzen

 

 

 

Alternative und ganzheitliche Diagnose- und Therapieansätze finden immer mehr Zuspruch im Human- sowie im Veterinärbereich.

Gerade bei chronischen Erkrankungen versprechen wir uns durch die sogenannte Komplementärmedizin Linderung oder  Heilung. Nicht das Misstrauen gegenüber schulmedizinischer Leistung ist hier vorrangig für die Entscheidung in Richtung alternativer Verfahren sondern eher der Wunsch eine Erkrankung „an der Wurzel zu packen“ und ursächlich zu behandeln.

Während die Schulmedizin im landläufigen Verständnis Krankheiten symptomatisch erfasst und behandelt, stellt die Komplementärmedizin ganzheitliche Ansätze in den Vordergrund.  - Obwohl das Verhältnis beider Ansätze immer noch von gegenseitigem Misstrauen, Abgrenzung und teilweise Ablehnung geprägt ist, haben sowohl die Schulmedizin wie auch die Komplementärmedizin eine Berechtigung zu einem aktiven Miteinander. Und das entgegen der allgemeinen Auffassung der Berufsordnung für Tierärzte und auch des Heilberufe-Gesetzes.



 

Während in der Schulmedizin Diagnose- und Therapiemöglichkeiten wissenschaftlich oder pharmazeutisch belegt sind, müssen alternative Verfahren in unserem Kulturkreis noch weitgehend ohne diese Anerkennung auskommen. Dennoch wird mittlerweile auch an den Universitäten auf eine erfolgreiche Kombination von westlicher Schulmedizin und Komplementärmedizin hingewiesen.

Studierende der Tierheilpraxis erlangen während Ihrer Ausbildung, wie ihre tierärztlichen Kollegen, sämtliche Grundlagen der Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre. Vorausgesetzt sie erlernen ihren Beruf während eines mehrjährigen und qualifizierten privaten Studiums. Ihnen wird vermittelt, an welcher Stelle Sie alternativ – in sinnvoller und wirkungsvoller Ergänzung zur Allopathie – helfen können und in welcher Situation (z.B. Notsituation) sie einen tierärztlichen Kollegen informieren bzw. hinzuziehen sollten.

So wird zum Beispiel kein gut ausgebildeter Tierheilpraktiker bei dem Verdacht auf eine Magendrehung, Kolik, chirurgisch zu versorgenden Verletzungen etc.  zögern, den Patienten umgehend in die Hände eines ärztlichen Kollegen zu überweisen. Auch wird er erkennen das Herzrythmusstörungen bei einem Hund physiologisch sind und nicht unbedingt ein Therapiebedarf besteht.

Die westliche Schulmedizin bietet allerbeste Möglichkeiten bei schweren Verletzungen, notwendigen Operationen, Intensivmedizin, Infektionen oder anderen oft lebensbedrohlichen   Situationen. - Dennoch gibt es Patienten mit chronischen Beschwerden (z. B. Arthrose), neurologischen Schädigungen, Epilepsie, Hauterkrankungen, Allergieformen oder anderen langanhaltenden Krankheitsbildern, die nur mäßig auf eine schulmedizinische Behandlung reagieren. Nicht selten sind Nebenwirkungen stärker als der Heilungserfolg. Besonders in diesem Fällen kann für den Patienten eine Behandlung z. B. nach Traditioneller Chinesischer Medizin mit Akupunktur, Kräutermedizin, Fütterung und Haltungsbedingungen sinnvoll sein.

Ein guter Tierheilpraktiker kennt seine Grenzen und hält schon aus diesem Grund engen Kontakt zu einem Tierarzt, um Diagnosen abzuklären und ggfs. schulmedizinische Maßnahmen ergreifen zu lassen.

Auch einige Tierärzte haben bereits das Potential eines professionellen und respektvollen Miteinanders erkannt. Sie ermöglichen durch die Zusammenarbeit mit einem Tierheilpraktiker ihren Kunden und Patienten ein breiteres Behandlungsspektrum und eine höhere Erfolgsquote auf dem Weg zur Heilung.
Das es immer wieder „schwarze Schafe“ auf beiden Seiten geben wird, daran werden wir leider nichts ändern können.  Die Qualität eines Therapeuten kann man auch nicht an einem Doktortitel oder an Zertifikaten festmachen.

Ein persönliches Kennenlernen sollte aber durchaus Aufschluss über Kompetenz und Qualifizierung geben.  -  Gemeinsam Synergien nutzen, das kann die Devise sein um bei Diagnose und Therapie dem Bedürfniss des tierischen Patienten gerecht zu werden.

Wir möchten an dieser Stelle keine Empfehlung aussprechen, bei welcher Organisation oder unter welchem Verband Sie qualifizierte Therapeuten finden können, da wir der Meinung sind,  dass es keinen einheitlichen Qualitätsstandard gibt, der es rechtfertigt, nur dieser oder jener Organisation diesen Anspruch zuzusprechen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren tierischen Gefähren Gesundheit und immer ein gutes Gespür bei der Wahl Ihres Therapeuten.